Wansview 1080p K1 im Test

In diesem IP-Kamera Test geht es um die Wansview K1. Wie diese WLAN Kamera abschneidet und warum sie unser Preis-Leistungs-Testsieger ist, erfahren Sie hier.

Funktionen der Wansview K1 IP-Kamera

Wansview 1080p im IP-Kamera Test

Bei der Wansview 1080p K1 handelt es sich um eine sogenannte Indoor IP-Camera, also eine IP-Kamera für den Einsatz im Innenbereich. Im Betrieb wird sie ein wenig warm, aber macht ihre Arbeit immer noch zuverlässig. Sie bietet eine Bandbreite an Funktionen und überzeugt mit einer hauseigenen App für Android und iOS. Eines der Highlights unter den Funktionen ist der Temperatur- und Feuchtigkeitssensor. Mit diesem ist es möglich die Raumtemperatur zwischen 0° und 50° zu messen, um eventuelle Gefahren per Alarm zu erkennen. Der Alarm lässt sich für eine bestimmte Temperaturspanne einstellen, um beispielsweise eine passende Raumtemperatur  für Ihr Baby einzuhalten. Es gibt viele weitere Einsatzorte, die eine feste Temperaturspanne benötigen. So ähnlich sieht es auch bei der Feuchtigkeit aus. Damit lassen sich z.B. Brände frühzeitig erkennen oder verhindern. In diesem Preissegment sind solche Funktionen, die im Prinzip einen Feuermelder ersetzen können, sehr selten.

Videoqualität

Die Bildqualität ist für eine IP-Kamera sehr gut und der Ton ebenfalls. Der Betrachtungswinkel ist mit 110° relativ groß, aber hier gibt es leider keine Pan & Tilt-Funktion (Schwenk- und Kippfunktion). Dafür filmt die IP-Kamera mit einer 2 Megapixel-Linse in der Auflösung von 1920×1080 Pixel. Zu diesem Preis gibt es kaum ein ähnliches Gerät mit dieser Auflösung. Am Besten man überzeugt sich selbst von der Videoqualität. Hierzu gibt es eine Testaufnahme.

Testaufnahme:


(Doppelklick für Vollbild)

Benutzerfreundlichkeit

Anschlüsse auf der Unterseite der Wansview 1080p
Anschlüsse auf der Unterseite (LAN & microUSB)

Die Wansview IP-Kamera lässt sich per WLAN oder LAN verbinden. Die Einrichtung erfolgt sehr einfach über die App: Im Appstore oder Google Play Store nach „Wansview“ suchen und die App installieren. Dann die Anweisungen befolgen – fertig. Beim LAN-Anschluss gibt es eine kleine Komplikation: der Anschluss. Falls man ein eigenes LAN-Kabel benutzen will, kommt man damit nicht weit. Denn dieses lässt sich schwer anbringen, da sich der LAN-Anschluss auf der Unterseite befindet. Aber ein passendes LAN-Kabel ist im Lieferumfang enthalten, das jedoch viel zu kurz ist.

Für die Speicherung der Videos bietet sich zum einen eine SD-Karte (max. 64 GB) an, zum anderen ein FTP-Server an. Bei der Betrachtung des Live-Videos gibt es mehrere Möglichkeiten dies zu tun:

  • mit Smartphone (hauseigene App mit Cloud)
    • + mit fremden Apps (z.B. IP Cam Viewer oder tinyCam) auch möglich
  • mit PC (Software)
  • im Webbrowser (IP/DNS-Client)
    • + mit fremden DDNS-Anbieter auch möglich

Nachtrag: Dank eines Hinweis von maCStacker aus dem Kommentarbereich, haben wir festgestellt, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, die IP-Kamera anzusprechen. Man braucht nicht unbedingt die hauseigne Wansview App oder den DDNS-Service zu benutzen. Hier lässt der Hersteller einem die freie Wahl, zwischen fremden Apps / DDNS-Server  und den eigenen.

Lieferumfang (unser Unboxing)

Sicherheit: China = unsicher? Nein.

Wansview ist ein chinesischer Hersteller und Anbieter für Netzwerkkameras. Die Firma besteht seit 2002 und hat sich auch im deutschen Markt etabliert. Bei unserem WLAN Kamera Vergleich haben wir die Sicherheit der Wansview K1 untersucht. Wir konnten feststellen, dass die App eine Kommunikation zu einem Server nach China aufbaut. Das ist für eine IP-Kamera ganz normal, solange der Server sicher ist. In unserem Fall hat der Server die IP 123.56.159.92. Eine kurze Recherche ergibt: Der Server liegt in Hangzhou und wird von der Firma Aliyun Computing, einem Cloud-Dienst-Anbieter von Alibaba, betrieben. Sehr wahrscheinlich wird also die Live-Aufnahme der IP-Kamera über den Alibaba Cloud-Dienst verwaltet. Die Alibaba Cloud ist das größte Webhosting-Unternehmen Chinas und international ein Big Player. Sie erfüllt die ISO/IEC 27001 Norm im Bereich IT-Sicherheit. Des Weiteren erhielt das Unternehmen eine Gold-Zertifizierung für Cloud-Sicherheit von der British Standards Institution. Man braucht sich also in punkto Sicherheit keine Sorgen zu machen.

 Zusammenfassung

Wansview K1

Wansview K1
86.25

Videoqualität

10/10

    Funktionen

    9/10

      Benutzerfreundlichkeit

      8/10

        Sicherheit

        8/10

          Vorteile

          • Full-HD Auflösung
          • viele Alarmtypen
          • großer Betrachtungswinkel (110°)
          • sehr preiswert
          • kompatibel mit fremden Apps

          Nachteile

          • wird bisschen warm
          • eigenes LAN-Kabel nicht verwendbar (mitgeliefertes zu kurz)
          • keine Schwenk- und Kippfunktion

          4 Kommentare

          1. Das wird doch eh nur über China gesendet wenn man die Hersteller DDNS benutzt!?!?
            Die benötigt man ja nicht. Und auch die Wansview App wird nicht benötigt.
            Ich benutze die K1 und K2 sowie einige Hootoos und andere alle über meine myfritz ddns.
            Also App kommt IP Cam Viewer und tinyCam zum Einsatz. Leider werden die K1 und K2 noch nicht voll und ganz von IP Cam Viewer unterstützt was aber nicht weiter schlimm ist.

            • Hallo maCStacker,

              vielen Dank für den Hinweis. Das ist absolut richtig. Du kannst jeden DDNS-Service benutzen. Zudem werden auch andere Apps Dank der P2P-Funktion unterstützt.

              Wir werden es umgehend in den Artikel einfügen.

              Schöne Grüße,
              dein ipkameratests.de Team

              • Ich habe die meisten mit onvif eingebunden. Man brauch den ddns Service auch nicht extra in jeder Kamera einrichten sondern über die FritzBox und das mit Port Forwarding an die entsprechende Cam leiten.
                Auch wenn es in diesem Fall über China als unktitisch gesehen wird so sind die ganzen neuen Cams von „noname“ Hersteller mit extra App eher kritisch zu betrachten. Die K1 und K2 bilden da seltene Ausnahmen was ich sehr begrüße. Leider ist die performance der K2 bei mir unterirdisch. Die K1 gefällt mir allerdings sehr gut. Auch weil man bei der zum einrichten die App gar nicht benötigt (dank ethernet Port). Bei der K2 habe ich es nur mit der App geschafft die Cam ins WLan zu bringen.

                • Stimmt, man muss gegenüber (rein) chinesischen Überwachungskameras etwas kritisch sein. Die K2 konnten wir leider noch nicht testen. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass sie ein Firmware-Update bekommen hat, das die Verwendung von fremden Apps erschwert. Eigentlich schade, da es ein großer Pluspunkt hätte werden können, wie beim K1.

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