Instar IN-8015 Test

Die Instar IN-8015 Full HD punktet im Test mit ihrer hohen Videoauflösung und ihren vielen Einstellungsmöglichkeiten. Im Vergleich zum Vorgänger IN-6014 werden hier einige Verbesserungen deutlich bemerkbar.

Videoqualität

Instar hat hier endlich den Schritt zu Full HD Bildauflösung gewagt. Die IN 8015 nimmt das Geschehen nun in 1920 x 1080 Pixel auf und übertrumpft damit die IN 6014 mit ihrer 1280 x 720 Pixel-Auslösung. Die höhere Auflösung ist in unseren Aufnahmen deutlich erkennbar. Kleinere Details werden nun schärfer und damit besser dargestellt. Sollte das Bild trotzdem mal etwas unscharf sein, gibt es auch dafür eine einfache Lösung. Mit Hilfe eines kleinen Werkzeugs (Justagering), das mitgeliefert wird, lässt sich das 2-Megapixel-Objektiv optimal justieren. Dazu muss das ringförmige Werkzeug an das Objektiv angebracht und gedreht werden bis die gewünschte Bildqualität erreicht ist. Dieses kleine Gadget hat uns sehr gefallen, weil wir somit unser Bild noch optimieren konnten.

Pro Sekunde können bis 25 Bilder (25 fps) festgehalten werden. Zur Veranschaulichung: unsere Augen nehmen 24 Bilder in der Sekunde wahr. Damit ist die Bildwiederholfrequenz zum Abspielen und Aufnehmen ausreichend groß. Sie lässt sich übrigens auch bei Bedarf in den Einstellungen runterdrosseln. Auf der mitgelieferten 16 GB Speicherkarte werden die Videos gespeichert. Für mehr Speicherplatz ist eine Erweiterung von bis zu 128 GB möglich. Darüber hinaus lassen sich die Aufnahmen in der hausinternen Instar Cloud abspeichern.

Die Tonqualität ist, wie bei den meisten Überwachungskameras, durchschnittlich bis gut. Zur Videoüberwachung oder als Babyphone reicht diese IP-Kamera jedoch vollkommen aus. Im Testvideo wurde übrigens der Ton aus einem iPhone 6 benutzt; daher könnte er etwas schlechter sein, als er tatsächlich ist.

Einrichtung

Zur Installation bzw. Einrichtung der Instar IN-8015 gibt es zwei Möglichkeiten: Per LAN-Kabel oder WLAN mit WPS-Funktion. Wir haben die IP-Kamera per LAN-Kabel eingerichtet, hätten uns aber eine Smartphone-Lösung mit App gewünscht. Trotz Dessen verlief die Installation am Laptop (Mac) relativ schnell und einfach ab. Später braucht man sogar kein LAN-Kabel mehr und kann die Kamera per WLAN laufen lassen. Der Vorgang zur Eintichtung lässt sich in folgender Kurzanleitung zusammenfassen:

    1. Die Kamera per LAN-Kabel an den Router anschließen & einschalten
    2. Die Website www.install.instar.de besuchen
    3. Installations-Assistent befolgen & „per LAN-Kabel“ auswählen
    4. Programm für das entsprechende Betriebssystem auswählen und installieren
    5. Im Programm Doppelklick auf den Kameranamen. Es öffnet sich der Internet-Browser
    6. Einloggen mit diesen Zugangsdaten:
      Benutzername: admin
      Passwort: instar

Nach der Einrichtung ist es unbedingt ratsam, die Zugangsdaten schnell zu ändern. Dabei sollte man ein möglichst sicheres Passwort mit Zahlen und Sonderzeichen verwenden. Somit schützt man sich vor unerlaubten Zugriffen.

Lieferumfang der Instar IN-8015
Lieferumfang: LAN-Kabel, Wandhalterung, Netzteil, WLAN-Antenne, Objektiv Justagering, 16GB SD-Karte, Bedienungsanleitung

Funktionen

Was uns beim Testen besonders positiv aufgefallen ist, waren die vielen Einstellungsmöglichkeiten der IN 8015, die wir sonst bei keiner unserer getesteten IP-Kameras finden konnten. In nahezu allen Bereichen, sei es Bild, Ton oder Technik, lassen sich diverse Werte ändern. So lässt sich beispielsweise die Bildauflösung der Kamera einstellen. Hier stehen folgende Auflösungen zur Verfügung: Full HD, QHD und QVC. Leider gibt es, wie bei der Konkurrenz-Kamera upcam Cyclone HD S+, auch nicht die Möglichkeit, die Auflösung auf 720p zu stellen. Dieses Format wäre nämlich ideal für Speicherkarten bis 32 GB. Vielleicht lässt sich das aber mit einem Firmware-Update nachträglich ändern. Die Firmware kann man übrigens ganz einfach über die Weboberfläche updaten. Dazu geht man in den Menüpunkt System > Firmware-Update. Der Rest erklärt sich von selbst.
Falls einem diese Einstellungsmöglichkeiten nicht reichen, gibt es noch eine Alternative – Onvif. Die Instar IN 8015 unterstützt nämlich die Onvif Version 2.4. Mit dieser Version von Onvif bleiben fast keine Wünsche mehr offen.

Zur Bedienung der Kamera bzw. zur Betrachtung des Live-Videos per Smartphone oder Tablet gibt es auch hier mehrere Optionen. Die einfachste wäre die Instarvision App, die für Android-Smartphones und iOS-Geräte vorhanden ist. Mit dieser App kann man das Überwachungsvideo bequem von überall aus anschauen. Außerdem lässt sich mit ihr die Kamera in allen vier Himmelsrichtungen steuern. Beim Schwenken sind bis zu 350 Grad möglich und beim Neigen sind es maximal 100 Grad. Damit ist die Kamera ziemlich „gelenkig“ und für jede Bild-Situation gewappnet. Jedoch ist es nicht unbedingt notwendig, die hauseigene App zu verwenden. Hier lässt Instar den Kunden frei entscheiden, welche App zur Kommunikation und Betrachtung gewählt werden soll. So ist es für diese Zwecke beispielsweise möglich, folgende Applikationen einzusetzen: IP Cam Viewer, TinyCam Monitor oder LiveCams.

Anschlüsse (l. n. r.): Audio Ausgang (3.5 mm), LAN-Anschluss, WLAN-Antennen-Anschluss, Alarm I/O (Input/Output), WPS-Button/Reset-Button, Netzteil (5 V)

Sicherheit

Die Sicherheit bei Überwachungskameras sollte nicht unterschätzt werden. Schnell kann es einmal dazu kommen, dass man aus der Ferne von fremden Personen beobachtet wird. Dies hat auch eine Kamera der Discounter-Kette Aldi leider eindrucksvoll gezeigt. Umso wichtiger ist es, sich für eine möglichst sichere IP-Kamera zu entscheiden. Auch hier schneidet die Instar IN-8015 gut ab. Mit ihren deutschen Cloud-Servern bleiben die Daten auch in Deutschland und somit gilt auch das deutsche Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Natürlich kann man auch die beigelegte microSD-Karte oder einen FTP-Server zur Archivierung nutzen. Auch bei der FTP-Lösung gewährleistet Instar einen starken Schutz vor Ausspähung. Dank FTPS (File Transfer Protocol über Secure Sockets Layer) können die Überwachungsaufnahmen auf einem FTP-Server verschlüsselt abgespeichert bzw. kommuniziert werden.
Hierzu muss jedoch der FTP-Anbieter auch FTPS unterstützen. Eine kleine Liste der Anbieter, die FTPS unterstützen:

  • 1&1
  • Strato
  • Godaddy
  • Hostgator
  • Allinkl

Support

Ein weiterer wichtiger Punkt bei jeder IP-Kamera ist der Support. Sollte es mal Probleme oder sogar Defekte geben, ist ein kompetenter Support von Nöten. Bei Instar ist dieser absolut empfehlenswert. Bei unserem Test haben die deutschsprachigen Mitarbeiter auch auf jede noch so schwierige Frage, mit einer treffenden Antwort reagiert. Dazu kann man entweder ein Support-Ticket online einreichen, oder per E-Mail/Telefon Kontakt aufnehmen. Darüberhinaus bietet der Hersteller eine Menge anderer Hilfestellungen: Ein eigenes Forum, eine Wikipedia und ein Fehlerdiagnose-Tool. So viel Unterstützung und Informationsmaterial haben wir bisher bei keinem der Konkurrenten finden können. Man ist hier definitiv gut aufgehoben.

Unser Unboxing-Video

Zusammenfassung

Instar IN-8015

9.4

Videoqualität

10.0/10

Funktionen

9.0/10

Benutzerfreundlichkeit

8.5/10

Sicherheit

10.0/10

Vorteile

  • sehr gute Aufnahmequalität
  • umfangreicher Support
  • viele Einstellungsmöglichkeiten
  • deutsches Unternehmen

Nachteile

  • 720p Auflösung fehlt
  • Preis

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