IP Kamera Test

Bei einem IP-Kamera Test spielen nicht nur technische Details eine wichtige Rolle, sondern auch Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit der Geräte. IP-Kameras werden heutzutage in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt. Sei es für das Überwachen des eigenen Babys oder zum Schutz vor Einbrechern, während man im Urlaub ist. Die Einsatzmöglichkeiten sind schier unendlich. Doch für all diese Zwecke muss eine gute IP-Kamera diverse Kriterien erfüllen. Aus eigenen Tests, Erfahrungsberichten und Rezensionen von Nutzern haben wir die aus unserer Sicht besten IP-Kameras auf dem Markt verglichen. Nachfolgend ist eine Tabelle mit den drei besten Indoor Überwachungskameras abgebildet. Weitere Überwachungskameras finden Sie unter „Indoor IP-Kameras„.

IP-Kamera Vergleich 2017

1. Platz
HiKam Q7
Amcrest ProHD
2. Platz
INSTAR IN-6014HD
instar-in-6014hd
3. Platz
Wansview K1
Wansview 1080p K1 IP-Kamera
Preis€ € €
Bildauflösung720 Pixel720 Pixel1080 Pixel
Bildfrequenz25 fps25 fps30 fps
Schwenkwinkel/
Neigungswinkel
300° / 120°350° / 100°kein Pan & Tilt
Benutzerfreundlichkeitsehr gutgutdurchschnittlich
AlarmtypenBewegung

Benachrichtigung
per E-Mail / Push
Bewegung, Temperatur / Luftfeuchtigkeit

Benachrichtigung
per E-Mail / Push
Bewegung, Temperatur / Luftfeuchtigkeit

Benachrichtigung
per E-Mail / Push
Nachtmodus (Entfernung)ja (10m)ja (5-10m)ja (10m)
Speicherartmicro SD, Cloud, NVRmicro SD, FTP, Cloudmicro SD, FTP, NVR
max. Speicher32 GB (8GB inkl.)32 GB (8GB inkl.)64 GB
Sicherheit🔒 🔒 🔒 🔒 🔒 🔒 🔒 🔒 🔒 🔒 🔒 🔒 🔒 🔒
Bewertung9.2 / 108.7 / 108.6 / 10
test-button

amazon-button
test-button

amazon-button
test-button

amazon-button

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist eine IP-Kamera?
  2. Ratgeber IP-Kamera
  3. Sicherheit bei IP Kameras
  4. Rechtliche Grundlagen
  5. IP-Kamera Software
  6. Vor- und Nachteile

 


Was ist eine IP-Kamera?


Eine IP-Kamera, manchmal auch WLAN-Kamera oder IP Camera (englisch: Internet Protocol Camera) genannt, ist eine Überwachungskamera, die über WiFi/WLAN funktioniert. Für den Betrieb sind keine Verbindungskabel, außer dem Netzkabel, notwendig. Das Überwachungsvideo wird über Smartphone, PC oder Tablet mitverfolgt. Daraus ergeben sich viele Vorteile. Früher zum Bespiel war es kompliziert, eine Überwachungskamera zu installieren. Heute läuft dieser Prozess mithilfe von Apps sehr viel schneller und einfacher ab. Weitere Gründe sind nachfolgend kurz zusammengefasst.

Kaufgründe für eine IP-Kamera

  • Gefühl von Sicherheit und Kontrolle
  • Überwachung von Haustieren
  • umfangreicher Babyphone-Ersatz
  • Versorgung & Beobachtung von pflegebedürftigen Personen

 


Ratgeber IP-Kamera


Wo wird die Überwachungskamera gebraucht?

Outdoor IP-Kamera
Outdoor IP-Kamera
Indoor IP-Kamera
Indoor IP-Kamera

Man unterscheidet Überwachungskameras prinzipiell in ihrem Einsatzgebiet. Für den Einsatz im Innenbereich, z.B. im Haus oder in der Wohnung, sind Indoor-IP-Kameras gedacht. Es muss ein Ort ohne Veränderungen der Wetterbedingungen sein. Der Raum sollte also möglichst trocken und im Idealfall Raumtemperatur haben.
Bei der Überwachung im Freien werden Outdoor-IP-Kameras eingesetzt. Sie sind in den meisten Fällen wasserfest bzw. wetterbeständig. Outdoor-Kameras sind deswegen im Schnitt ein wenig teurer als Indoor IP-Cameras. Falls Sie planen, eine Outdoor IP-Kamera zu installieren, erkundigen Sie sich vorher über die rechtlichen Grundlagen der Videoüberwachung (weiter unten im Text). Eines können Sie sich aber jetzt schon merken: Sie dürfen keine Person ohne ihre Erlaubnis filmen und den Einsatz im öffentlichen Bereich sollten Sie möglichst meiden.

Nutzung: Privat oder geschäftlich?

Ein weiterer Faktor für die Kaufentscheidung ist die Einsatzform. Hier kann man den Verwendungszweck grundsätzlich in zwei Kategorien teilen: Privat oder geschäftlich. Eine IP-Kamera für kommerzielle Zwecke kostet um ein Vielfaches mehr als eine für den privaten Einsatz. Dazu kommen hohe Instandhaltungskosten wie z.B. für die Wartung der Geräte oder den digitalen Speicher der Videodateien. Auch rechtlich gesehen sind viele Hürden zu überwinden. Bei Anwendung im privaten Bereich sind es nicht so viele. Die Netzwerkkamera wird überwiegend im eigenen Haus oder der Wohnung genutzt. Die Kosten für den privaten Gebrauch entstehen hierbei nur für die Anschaffung der WLAN-Kamera.

Immer live dabei sein

Es gibt zwei Arten, um die Live Übertragung einer Überwachungskamera anzusehen:

  • Mobil –> Smartphone oder Tablet
  • Immobil –> PC oder Laptop
Am PC/Laptop
1. Möchte man am Computer oder Notebook das Geschehen mitverfolgen, gibt es auch hierfür eine Lösung. Die gängigste Art die Live-Übertragung von Überwachungskamera zu betrachten, ist ein dafür zugeschnittenes Programm. Ein Beispiel für eine solche Software ist iSpy. Sie bietet sehr viele Einstellungsmöglichkeiten an, die wir unter „IP-Kamera Software“ näher erläutern.

2. Wer keine besonderen Einstellungsmöglichkeiten benötigt, der findet bei einigen Überwachungskameras eine andere, recht simple Lösung. Mit einer vom Hersteller bereitgestellten DDNS-Adresse (vergleichbar mit einer Domain-Adresse, z.B. www.ipkameratests.de) lässt sich der Livestream per Internet-Browser ansehen. Am Computer/Laptop ist dies wahrscheinlich die einfachste und zeitsparendste Methode.

Am Smartphone/Tablet
Für die Übertragung per Smartphone ist eine App notwendig. Sie wird in den meisten Fällen von dem Hersteller der IP-Kamera kostenlos bereitgestellt. Zusätzlich muss die Überwachungskamera per WLAN oder LAN mit dem Internet verbunden sein, da die Übertragung digital darüber abläuft. Sind diese Vorraussetzungen geschaffen, kann das Live Übertragung auch schon losgehen.

IP-Kamera als Alarmanlage

Neben der typischen Aufnahmefunktion haben viele IP-Kameras es auch eine eingebaute Alarmfunktion. Dank intelligenter Bewegungserkennung verwandelt sich die Netzwerkkamera so in eine kleine Alarmanlage. Sobald eine Bewegung von der Kamera festgestellt wird, erhält der Benutzer eine Textnachricht auf dem Smartphone. Darüber hinaus wird auch ein Screenshot der Aufnahme an eine gewünschte E-Mail verschickt. Das hat den Vorteil, dass wenn die Kamera zum Beispiel bei einem Einbruch entwendet wird, man immer noch die Screenshots als „Beweismaterial“ hat. Beim Auslösen des Alarms ertönt auch ein lautes Sirenen-Geräusch, das die Einbrecher verscheuchen oder zumindest in Unruhe bringt. Diese Funktion ist jedoch nur bei einigen Überwachungskameras (wie beispielsweise der Hikam Q7) vorhanden.

IP-Kamera als Babyphone

Nicht nur zur Prävention und Aufklärung von Verbrechen eignen sich WLAN Überwachungskameras hervorragend, sondern auch zum Überwachen des eigenen Babys. Sie gewinnen bei Eltern immer mehr an Beliebtheit. Das liegt daran, dass die meisten IP-Kameras genauso so viel oder weniger als klassische Babyphones kosten. Darüber hinaus verfügen sie in den meisten Fällen über einen viel größeren Funktionsumfang. Der größte Vorteil gegenüber normalen Babyphones liegt wohl im Live-Video. Zu jeder Zeit und von überall aus lässt sich das Baby hautnah beobachten. Um den Livestream zu betrachten, ist kein extra Monitor notwenig. Ein herkömmliches Smartphone mit einer Internetverbindung reicht zum Anschauen völlig aus. Moderne Babyphone IP-Kameras verfügen sogar über eine Tonerkennung. Über eingebaute Sensoren erkennt eine solche Überwachungskamera so das Geschrei eines Babys und sendet unverzüglich eine Push-Benachrichtigung an ein gewünschtes Smartphone. So kann man sich auch mal entspannt zurücklehnen und braucht nicht ständig den Livestream eingeschaltet zu haben. Eine solche Funktion hat zum Beispiel die Amcrest ProHD Überwachungskamera.


Sicherheit – ein wichtiger Faktor für jeden IP Kamera Test


Sicherheit von IP-Kameras – oft vernachlässigt
Datendiebe können sich illegalen Zugriff auf IP-Kameras verschaffen. (Bildquelle: Blue Coat Photos / CC BY-SA 2.0)

Vermeintliche Schnäppchen für IP-Kameras sollte man mit Vorsicht genießen. Das gilt auch für Angebote von Discountern wie Aldi oder Lidl. In der Vergangenheit haben viele dieser Kameras Negativschlagzeilen gemacht.

Fallbeispiel: Aldi IP-Kamera

Der Verkauf einer Aldi IP-Kamera löste große mediale Reaktionen aus. Aldi hatte im März 2016 eine Maginon IP-Kamera im Angebot. Obwohl sie einen großen Funktionsumfang hatte, wies in diversen IP-Kamera Tests gravierende Sicherheitsmängel auf. Die Zugangsdaten samt dem Live-Video der IP-Kamera wurden unverschlüsselt übertragen. Ein großes Daten-Desaster. Somit war es Angreifern möglich, unbemerkt das Live-Video der Maginon IP-Kamera zu betrachten und sogar Manipulationen vorzunehmen.

IP-Kameras von dubiosen Anbietern

Auch in Online-Shops werden derartige Geräte verkauft. Nur mit anderen Markennamen. Es gibt einige IP Kameras, die man schon ab 25 Euro bekommt. Hört sich verlockend an, oder? Aber: Vorsicht! Die meisten von diesen Kameras werden direkt aus China importiert und auf Amazon verkauft. Zumeist sind die Bewertungen dieser Kameras schlicht und einfach gekauft. Dies erkennt man daran, dass einige Rezensenten in ihren Bewertungen erwähnen die IP-Kameras kostenlos erhalten zu haben. Fragt sich nur: Warum? Ganz einfach: Um möglichst viele Verkäufe zu generieren. Hier werden also höchstwahrscheinlich verfälschte Testberichte bzw. IP-Kamera Tests über das Gerät wiedergegeben.

Ein Support für solche IP-Kameras ist hier Fehlanzeige und eine sichere Software bzw. App ebenso. Der letztere Punkt ist dabei nicht zu unterschätzen. Bei vielen Tests wurde festgestellt: Viele der Geräte „telefonieren nach Hause“. Das heißt, dass das aufgenommene Bild und der Livestream von fremden Menschen angesehen und abgespeichert werden können. Bei namenhaften Herstellern mit einem gewissen Ruf, ist das nicht so wahrscheinlich. Dort achtet man auf Datenschutz und das Produkthaftungsgesetz. Sie möchten die Kunden durch Sicherheit an sich binden, um langfristig erfolgreich zu sein. Daher programmieren diese Hersteller die Software bzw. App selber und bieten zudem einen umfangreichen Support an.

Tipp: Nicht am falschen Ende sparen, sonst leidet die Privatsphäre darunter.

 


Rechtliche Grundlagen bei IP-Kameras


IP Kamera rechtlichIP-Kameras (IP = Internet Protocol), die als Überwachungskameras verwendet werden, erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Gründe, die eigene Umgebung zu filmen, gibt es viele: die steigende Zahl von Haus- und Wohnungseinbrüchen etwa, Streitigkeiten mit dem Nachbarn, Misstrauen gegenüber Arbeitnehmern bis hin zu Putzfrau oder Au-pair-Mädchen etc.

Um nicht selbst zum Leidtragenden der eigenen Überwachungsmaßnahme zu werden, sollte man wissen, was und wer gefilmt werden darf und wo die Grenze zwischen erlaubtem und verbotenem Tun verläuft.

Der Grundsatz ergibt sich aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG. Aus dem Grundrecht der freien Persönlichkeitsentfaltung leitet das Bundesverfassungsgericht das sogenannte Recht auf informationelle Selbstbestimmung her. Dieses beinhaltet unter Anderem das Recht jedes Menschen, zu bestimmen, ob und wann er gefilmt werden darf. Daraus leiten sich verschiedene Grundsätze ab.

Nur das eigene Grundstück filmen
Hinweisschild anbringen
Persönlichkeitsrechte beachten

Hinweis: Dies ist keine Rechtsberatung oder ein verbindlicher Gesetzestext. Die genannten Ausführungen entstammen meinen persönlichen Recherchen. Für verbindliche Aussagen rund um das Thema „Rechtliche Grundlagen der Überwachung per IP-Kamera“, wenden Sie sich bitte an einen darauf spezialisierten Rechtsanwalt.


IP-Kamera Software


Was ist eine IP-Kamera Software?

IP-Kamera SoftwareEine IP-Kamera Software dient dazu, die Live-Aufnahme mit einem Computer/Laptop zu betrachten und zu steuern. Viele IP-Kameras bieten eine mitgelieferte Software an. Einige Nutzer von IP-Kameras wüschen sich mehr Einstellungsmöglichkeiten, die ein PC-Programm nötig werden lassen. Andere sind mit der Benutzerfreundlichkeit ihrer mitgelieferten Software nicht zufrieden. Sie greifen dann zu externen Programmen zum Management und Betrachten ihrer Aufnahmen.

Software für den PC

Eine gute Software-Lösung bietet das kostenlose Programm iSpy an. Mit mehr als 2 Millionen Nutzern ist sie das beliebteste und meistbenutzte Programm zur Videoüberwachung. Das iSpy ist eine Opensource-Anwendung. Das heißt, dass der Quellcode des Programms für Jeden sichtbar ist. Somit können Programmierer aus aller Welt den Code prüfen und sogar Verbesserungsvorschläge geben. Bevor man iSpy installiert, sollte man zuerst schauen, ob der jeweilige Kamerahersteller unterstützt wird.

Mit welchen IP-Kameras die iSpy-Software funktioniert, erfährt man auf der Internetseite von iSpy. Dazu wurde eine Liste mit den kompatiblen Herstellern gefertigt. Diese Liste findet man hier. Die IP-Kamera Software iSpy steht aktuell nur für Windows zur Verfügung. Der Download erfolgt über die Website von iSpy.
>> Download iSpy.

Mit dieser IP-Kamera Software gibt dutzende Einstellungsmöglichkeiten.
Hier eine kleine Liste:

  • Bildfrequenz
  • Bewegungserkennung in einem speziellen Bereich
  • Aufnahmequalität
  • Speicherort der Aufnahmen
  • Speicherort für Bildaufnahmen (Dropbox & FTP möglich)
  • Cloud-Einstellungen (Abonnement notwendig)
  • Alarmtöne
  • mehrere Ansichten gleichzeitig

 


Vorteile und Nachteile einer IP-Kamera

Vorteile
Nachteile
✅   kein Computer-Anschluss nötig❌   bei unsicheren Herstellern: Ausspähung & kein Support
✅   Live-Übertragung zu jeder Zeit (von beliebig vielen Personen)❌   Internetanschluss notwendig
✅   Speicherung von Überwachungs-Videos auf SD-Karte
✅   Steuerung über Smartphone/PC
✅   kein großes Know-How notwendig
✅   kombinierbar mit anderen Sicherheitsgeräten z.B. Feuermelder